Licka – Tanz im Schatten der Geschichte

In deutscher und tschechischer Sprache
Theatergruppe: re-Publik Performance Ort: Theatersaal Dauer: 1h
Regie: Olek Konrad Witt

Alter: 12+
Choreografie: Jugendliche und Olimpia Scardi

Im Rahmen des Jahres der Jüdischen Kultur in Sachsen 2026

Ein deutsch-tschechisches Tanztheater über Erinnerung, Widerstand und die Kraft, den eigenen Träumen treu zu bleiben.
Als Kind träumt Alica „Licka“ Flachová-Pastorová davon, Tänzerin zu werden. Mit 13 Jahren muss sie als Jüdin die Tanzschule verlassen, mit 14 wird sie deportiert. In Konzentrationslagern und auf Todesmärschen wird die Kunst zu ihrer Form des inneren Widerstands – zu einer Kraft, die ihr das Überleben ermöglicht. Nach dem Krieg kehrt sie auf die Bühne zurück und wird Tänzerin im tschechoslowakischen Ballett.
Im Zentrum steht ihre Lebensgeschichte: vom Kindheitstraum über Verfolgung, Deportation und Verlust bis hin zum Überleben durch die Kunst. Ihr Weg erzählt von Zerbrechlichkeit und innerer Stärke – und davon, wie Kunst selbst dort weiterwirkt, wo alles zerbricht.
Ausgehend von einem Theaterstück von Agata Schindler über die Tänzerin Alica „Licka“ Flachová-Pastorová setzen sich Jugendliche aus Sachsen und Tschechien gemeinsam mit einer professionellen Tänzerin in einem partizipativen künstlerischen Prozess mit ihrer Geschichte auseinander. Aus ihren eigenen Gedanken, Erfahrungen und Fragen entsteht eine gemeinsame performative Sprache aus Tanz, Text und Musik, die historische Erinnerung und Gegenwart verbindet und Vergangenheit wie Zukunft über Grenzen hinweg in einen lebendigen Dialog bringt. Daraus entwickelt sich eine performative Auseinandersetzung, die Lickas Geschichte neu befragt und in die Gegenwart hinein öffnet – als berührende, hochaktuelle Performance.


Das Projekt wird vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, vom Fonds Soziokultur, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden gefördert.


Termine

PREMIERE
SA 20:00
SO 16:00